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Alexander Zverev verabschiedet sich im Halbfinale

Das war filmreif! Nikoloz Basilashvili und Alexander Zverev lieferten sich im Halbfinale der Hamburg European Open 2019 ein Duell auf höchstem Niveau – und länger wäre die Spannung auf dem Center Court der Welt wirklich nicht mehr auszuhalten gewesen: Nach 3:07 Stunden Spielzeit stand der erste Finalteilnehmer des Rothenbaum-Turniers im Jahr 2019 fest. Basilashvili warf mit einem 6:4, 5:7, 7:6 (5) den letzten Deutschen aus dem Turnier, wehrte auf dem Weg zum Sieg zwei Matchbälle ab und hat damit am Sonntag die Möglichkeit, seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen.

Es war ein Match, dass sich für die Zuschauer wie ein Finale anfühlte:  Während das Publikum von der ersten Sekunde an voll in der Partie war, mussten sich die Profis zunächst etwas herantasten und ließen jegliches Risiko aus. Alexander Zverev begeisterte seine Fans vor allem mit starken Aufschlägen. Trotzdem unterliefen dem Hamburger Jung insgesamt zu viele Fehler, sodass sich der Georgier Satz eins unter den Nagel riss.

Auch in der Folge blieb Basilashvili am Drücker: Nach einem schnellen 1:3-Rückstand rechneten bereits viele mit einer Niederlage für den Heimkehrer. Jedoch wollte sich Zverev, genau wie im Viertelfinale, so einfach dann doch nicht geschlagen geben und kämpfte sich wieder heran. Nachdem die deutsche Nummer eins vor den Augen zahlreicher prominenter Gäste wie Tim Mälzer und Marius Müller-Westernhagen den Satz drehen und gewinnen konnte, war das Match wieder offen. Damit war natürlich auch die Begeisterung beim Hamburger Publikum wieder geweckt – und somit ging es in einen emotionsgeladenen Entscheidungssatz, der sich zu einer sportlichen Achterbahnfahrt sondergleichen entwickelte

Allein dieser Satz beanspruchte eine Spielzeit von fast eineinhalb Stunden, in der sie sich keinen einzigen Ballwechsel schenkten – ein Sieger war bis zur letzten Sekunde nicht auszumachen. Basilashivili legte ein 3:0 vor, Zverev fand mit seinem stabilen Grundlinienspiel eine gute Antwort, stürmte bis zum 5:3 und servierte anschließend zum Match. Nach zwei vergebenen Matchbällen für den Hamburger ging es dennoch in den alles entscheidenden Tiebreak, in dem Zverev eine 5:2-Führung nicht nutzen konnte und letztendlich mit 5:7 das Nachsehen hatte. „Ich hatte alle Chancen der Welt, muss sie aber besser nutzen. Das ist kein schönes Gefühl“, haderte die enttäuschte deutsche Nummer eins etwas mit dem Schicksal.

Nikoloz Basilashvili hingegen freute sich über den Finaleinzug: „Ich habe vielleicht ruhig gewirkt, aber ich war es nicht wirklich. Gerade physisch bin ich sehr gut vorbereitet. Das zahlt sich im Moment aus.“ 

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